Luftfilter für Schulen und Kitas

Liebe Stadtverwaltung,

Monheim ist eine innovative und smarte Stadt, in vielen Bereichen spielt die Stadt auch unabhängig von Kosten eine Vorreiterrolle. Auch wenn diese Idee bereits 2020 von einem anderen Bürger (ohne Umsetzung) eingereicht wurde ist sie heute aktueller denn je.

Kinder unter 12 Jahren sind ohne Impfschutz und Impfmöglichkeit, es fällt Ihnen schwerer Hygieneregeln konsistent umzusetzen, die ansteckendere Delta Variante ist nun die vorherrschende Virusvariante. 25% der Infizierten sind mittlerweile Kinder. Auch wenn Kinder weniger anfällig für starke Symptome sind können auch sie von Long Covid betroffen sein. Oft Symptomlos tragen sie das Virus in die Familien und in den Freundeskreis. Der Impfschutz lässt mittlerweile erwiesenermaßen nach einem halben Jahr nach. Dies ist gerade für Senioren gefährlich. Das Virus kann sich so weiter verbreiten und mutieren. Ebenso schädlich für die Entwicklung wird die häufige Quarantäne und der damit verbundenen Distanzunterricht sein. Aktuell liegt die Inzidenz bereits bei 137 (26.08.21) und der Winter hat noch nicht einmal begonnen. Weiterhin gilt nur Testen, Lüften und Maske.

Kurz vor den Sommerferien zeigte sich, dass mehrere Kinder mit einer Erkältung aus der Schule kamen. Die Übertragungswege sind analog von Covid. Dies bedeutet, dass die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichend sind um einen permanenten Präsenzunterricht zu gewährleisten. Durch nahezu permanenten Distanzunterricht wurden im letzten Jahr gerade die Vermittlung der in den ersten Schuljahren so wichtigen Grundlagen wie Einführung in Schrift, Sprache, Mathematik als auch soziale Kompetenzen oder sportliche oder musikalische Fähigkeiten der Schüler in die Hände der Eltern gelegt. Dies führte aufgrund der unterschiedlichen Voraussetzungen der Haushalte dazu dass für viele Kinder grundlegende Kompetenzen nicht vollumfänglich vermittelt werden konnten. Auch wenn sich digitale Angebote verbessert haben, sind Eltern keine Lehrer und besonders soziale Kompetenzen in der Schüler- / Kitagruppe können im Distanzunterricht nicht nachgebildet werden. Hinzu kommt, dass nun ein nicht unerheblicher Teil der Eltern geimpft ist und die Arbeitszeit nicht mehr im Home Office verbringt. Für viele Berufsgruppen besteht diese Möglichkeit des Homeoffices nach wie vor nicht einmal. Und eine "Notbetreuung" ist eben auch nicht mehr oder weniger als eine "Notbetreuung".

Wir müssen uns der Situation stellen das wir in den nächsten Jahren weiter mit Covid leben müssen. Jetzt gilt es mehr denn je alle sinnvollen Maßnahmen zu ergreifen unsere Kinder zu schützen.

Ein verlorenes Jahr mag man vielleicht noch ausgleichen können ein zweites wird zu erheblichen Schäden für diese Generation führen.

Luftfilter reduzieren wie in mehreren Studien nachweislich bewiesen die Aerosollast um die Hälfte, bis zu 99,9% der Partikel werden gefiltert. Selbstverständlich gewähren sie keinen 100% Schutz, auch machen sie Geräusche und erzeugen einen Luftstrom, aber dies ist verschmerzbar wenn die Luft virenfrei bleibt. Auch sollte nach wie vor gelüftet werden. Doch regelmäßige Lüften eines Klassenzimmer muß auch unabhängig von der Covid Pandemie erfolgen. Denn Lüften bringt positive Effekte für die Luftfilter nicht konstruiert wurden: CO2 Reduktion und Feuchtigkeitsregulierung. Luftfilter haben nur eine einzige Funktion, welche sie sehr gut erfüllen, sie reduzieren nachhaltig die Virenlast in der Luft, eben auch in der Zeit wenn die Fenster im kalten Winter geschlossen sind. Dies bedeutet im Falle der Delta Variante, dass sich mit einem Luftfilter nur der unmittelbare Tischnachbar aber nicht die umgebenen Tische anstecken. Luftfilter stellen also eine effektive Ergänzung zu den bisherigen Maßnahmen (Lüften, Testen und Maske) da. Sie runden das Sicherheitspaket genau an der relevanten Stelle nämlich der permanenten Virenlast in der Luft, welche das höchste Übertragungsrisiko darstellt, ab.

Mittlerweile gibt es auch verschiedene eingeschränkte Förderprogramme, allerdings mit erheblichen bürokratischem Aufwand, den viele Schulen und Kitas neben der Durchführung der Corona Maßnahmen nicht stemmen können.

Selbst wenn es keine staatliche oder Städtische Förderung gibt, sollte es zumindest erlaubt sein, dass die Eltern Luftfilter spenden. Auch dies wurde uns bisher untersagt und ist uns in Anbetracht des permanenten Distanzunterrichtes nicht mehr verständlich. Ein weiteres Jahr Distanzunterricht ist weder für die Eltern als auch für die Entwicklung der Kinder hinnehmbar.

Wir appellieren an die Stadt nun auch in diesem Bereich Vorreiter zu werden und in die Zukunft und die Gesundheit unserer Kinder unbürokratisch und schnell zu investieren. Ja es ist ein nicht unerheblicher Invest, aber es ist ein Invest der uns ein wenig mehr in Richtung schulische Normalität bringt und uns durch diesen und die nächsten Winter bringen kann.

Vielen Dank!

Gesundheit

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Neuigkeiten des Autors/der Autorin

Carsten

05.09.2021

Herzlichen Dank an alle Monheimer für die tolle Unterstützung, dieses Thema ist für sehr viele Eltern relevant! Schon am ersten Tag waren die erforderlichen 50 Stimmen erreicht!
@Stadtverwaltung Monheim: Aufgrund des starken und schnellen Zuspruchs durch die Monheimer Mitbürger würden wir es begrüßen wenn nun auch zeitnah über die Idee entschieden wird. Denn wenn wir die volle Ideen Laufzeit verstreichen lassen befinden wir uns schon mitten im Winter. Hier kann Monheim tatsächlich auch getreu Ihres Mottos „Hauptstadt für Kinder“ mit dem Ziel, Kinder bei einem gesunden Aufwachsen bestmöglich zu unterstützen." handeln! Jetzt ist noch Zeit die Schulen mit den Geräten auszustatten und damit noch sicherer für den Winter zu machen. Lieben Dank!

Kommentar der Stadtverwaltung

Die Stadtverwaltung hat bisher keine Antwort zu dieser Idee hinzugefügt.

Ergebnis

16. September 2021

Vielen Dank, dass Sie sich so zahlreich mit Ihren Hinweisen und Unterstützungen zu diesem Thema eingebracht haben. Der Stadtverwaltung ist bewusst, dass es sich hier um ein Thema handelt, das Ihnen als Eltern von Schul- und Kitakindern in Monheim am Rhein besonders am Herzen liegt. Jedoch handelt es sich bei dem Einsatz von Luftfiltern in Gebäuden um eine Thematik, mit der sich die Stadtverwaltung seit mehr als einem Jahr kontinuierlich auseinandersetzt.

Die Stadt Monheim am Rhein folgt bei der Ausstattung ihrer Schulgebäude in der Corona-Pandemie den Empfehlungen des Umweltbundesamtes (UBA) und hält sich an die geltende Corona-Schutzverordnung. Demnach sind zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie die AHA-Regeln – also Abstandhalten, Hygieneregeln sowie das Tragen von Alltagsmasken – nach wie vor unumgänglich. Das UBA empfiehlt zudem das Lüften nach folgenden Regeln:

  • Alle 20 Minuten wird für 3 bis 5 Minuten im Winter beziehungsweise 10 bis 20 Minuten im Sommer stoßgelüftet.
  • Während der Pausen wird gelüftet.
  • Am besten soll quergelüftet werden, indem gegenüberliegende Fenster weit geöffnet werden.

Bei richtig angewendeter Fensterlüftung, sowohl beim Stoßlüften wie beim Querlüften, sinkt die Raumtemperatur nur geringfügig ab und steigt nach dem Schließen der Fenster schnell wieder an. Zum richtigen Lüften von Kitas hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) Hinweise veröffentlicht.

Das UBA hat zudem am 17. Juli 2021 Klassifizierungen von Schul- und Kitaräumen vorgenommen. Demnach gehören alle genutzten Räume im Monheimer Stadtgebiet der Kategorie I an – anders als in den Städten, in denen aktuell Filtergeräte angeschafft werden, wie zum Beispiel Hamburg und Bonn. Die Kategorie I des UBA umfasst Räume, die überwiegend durch Fenster ausreichend belüftbar und in Ausnahmefällen mit raumlufttechnischen Anlagen ausgestattet sind (zum Beispiel Mensas, Cluster-Lernflächen, Toiletten etc.). Die vorhandenen raumlufttechnischen Anlagen wurden bereits zu Beginn der Pandemie auf Außenluftzufuhr umgestellt. Eventuell belastete Innenraumluft wird durch diese Anlagen abgesaugt und durch Frischluft ersetzt.

Die Stadtverwaltung hat sich bereits vor der Pandemie dafür entschieden, genutzte Schulräume – die alle in Kategorie I fallen – soweit möglich natürlich, das heißt über Fenster, zu belüften. Diese Konzeption soll beibehalten werden.

Mobile Luftfilter würden nur in Räumen der Kategorie II und III – die in Monheim am Rhein nicht genutzt werden – unterstützend zum Einsatz kommen und auch nur dort von Land und Bund gefördert werden. Sie können Lüftungsmaßnahmen nicht ersetzen, da sie der Reduzierung von in Raumluft enthaltenen Partikeln bzw. Mikroorganismen dienen und kein anfallendes Kohlendioxid (CO2) und keine anfallende Luftfeuchte aus der Raumluft entfernen.

Viele Unterstützende des Vorschlags hier auf der Plattform äußern in ihren Kommentaren die Hoffnung, dass Filteranlagen die übrigen Maßnahmen wie Lüften und das Tragen von Masken im Schulunterricht ersetzen würden. Dies ist bereits allein aufgrund der geltenden Corona-Schutzverordnung nicht umsetzbar: Mobile Luftreinigungsgeräte sorgen nicht für die notwendige Frischluftzufuhr. Sie könnten dadurch zu einer Scheinsicherheit führen. So ist es schon trotz eingesetzter Luftfilter zu Corona-Ausbrüchen gekommen, etwa in einer Bonner Kita, in der gleich drei mobile Anlagen im Einsatz waren.

Eine individuelle, privat finanzierte Anschaffung von Filtersystemen ist aus oben beschriebenen Gründen nicht sinnvoll, weshalb auch Spenden nicht angenommen werden können.

Aktuellste Unterstützungen

Anonymer Nutzer

vor 88 Tagen
Ich unterstütze diese Idee, weil

sie äußerst sinnvoll ist und zum Schutz der Kinder beiträgt.

Nora finken

vor 90 Tagen
Ich unterstütze diese Idee, weil

Die Kinder echt genug gelitten haben, insgesamt die Familien. Wenn das dazu beiträgt das sich die Amsteckung verringert und die Kinder vielleicht wieder ohne Maske in die Schule gehen könnten, wäre...

Markus Burmeister

vor 91 Tagen
Ich unterstütze diese Idee, weil

Nur entsprechende Luftfilter effektiv die Vieruslast reduziert und somit das Absteckungsrisiko von Covid 19 erheblich senkt.

Monika

vor 94 Tagen
Ich unterstütze diese Idee, weil

Das Lüften im Winter keine Dauerlösung ist. Klausuren schreiben mit winterjacke ist nicht gut. Ständig erkältet sein auch nicht. Bei Regen im Nassen sitzen nicht sinnvoll.

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Kommentare (0)

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